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Deeskalation und Gewaltprävention in der Schule 2.0 – Die Fortsetzung eines gelungenen Projekts

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Bereits Anfang Mai wurde an der Berufsschule 3 in Bayreuth das Projekt zu dem „Thema Deeskalation und Gewaltprävention in der Schule“ durchgeführt und die Resonanz war durchwegs positiv. Herr Manar Osman, der selbst an dem Projekt teilgenommen hatte und sowohl an der Berufsschule 3, wie auch an der Berufsschule in Pegnitz als Lehrkraft tätig ist, organisierte dies nun auch für die Flüchtlingsklassen in Pegnitz.

Die Schülerinnen und Schüler wurden mit der Thematik konfrontiert, wie man bei körperlichen oder verbalen Angriffen am besten handelt.

In der Vorbereitung zu diesem Projekt haben sich die Klassen in Form eines umfangreichen Stationentrainings damit auseinandergesetzt, was Gewalt ist, welche Formen von Gewalt es gibt und welche Folgen das Ausüben von Gewalt haben kann. Dazu haben wir den langjährigen Kampfsportmeister Wolfgang Gröger (Soke Goshin Taijutsu und Bujinkan Shihan 15. Dan / Japan) und seinen Meisterschüler Patrick Schneider (Goshin Taijutsu 6. Dan Kyoshi) eingeladen.

Als erstes erhielten die Schüler einen kurzen theoretischen Input von Tina Christiansen, einer Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache, die ebenfalls Kampfsporterfahrung besitzt (All-Style – Karate 3. Dan).

 

Manar Osman

 

Die Schüler lernten beispielsweise worin eigentlich der Unterschied zwischen Gewaltprävention und Deeskalation besteht und was man dafür tun kann, diese Ziele zu erreichen. Diese theoretischen Ausführungen wurden während des Vortrags immer wieder durch praktische Beispiele von den beiden Kampfsportlern verdeutlicht.

Danach folgte der praktische Teil des Projekts, bei welchem die Schüler selbst aktiv werden konnten. Sie lernten dabei, wie man unbeschadet aus gefährlichen Situationen entkommen kann, indem man beispielsweise richtig schreit und sich grundsätzlich nicht in eine Ecke drängen lässt, oder der angreifenden Person etwas zuwirft, um sie so lange abzulenken, bis man fliehen kann.

Aber auch Aspekte wie die jeweilige Körpersprache, das Verhalten bei einem Streit und Atemtechniken um Aggressionen entgegenzuwirken, waren hierbei von außerordentlicher Bedeutung.

Am Ende der Trainingseinheit wurden die Schüler noch mit Techniken vertraut gemacht, mit denen man zwar im Notfall einer anderen Person Schmerzen zufügen kann, den Angreifer jedoch nicht ernsthaft verletzt.

Während des ganzen Projekts stellten die Schüler zahlreiche Fragen und beteiligten sich sehr interessiert am Unterrichtsgeschehen, sodass nun jeder die damit verbundenen Ideale verinnerlichen konnte, nämlich: Möglichst jeden Kampf vermeiden, denn jeder Kampf ist eine Niederlage, auch beim sogenannten Sieger! Bei Auseinandersetzungen sind Worte die bessere Alternative zu Schlägen! Notwehr ist die oberste Prämisse bei körperlichen Auseinandersetzungen!

In einer abschließenden Diskussionsrunde, in der das ganze Projekt reflektiert wurde, fassten die Schüler dann nochmals zusammen, was sie gelernt hatten und wie sie sich in der Zukunft in solchen Situationen verhalten werden.

Wolfgang Gröger war so begeistert von dem Verhalten und der Einstellung einiger Schüler, dass er Ihnen angeboten hat, auch nach dem Projekt kostenlos in seiner Sportschule von ihm zu lernen, weil Geld in diesem Fall keine Rolle spielen darf.

Am Ende bedankte sich Herr Osman noch einmal für die tatkräftige Unterstützung der Kampfsportmeister und alle freuten sich über das gelungene Projekt.

Manar Osman

 

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